European Masters 2017 – Tag 1

Im innerschottischen Vergleich zwischen dem Team um Skip Tom Brewster und dem Team um Greg Drummond, der den erkrankten David Murdoch als Skip ersetzt, behielten die erfahrenen Männer um Brewster klar die Oberhand. Mit zwei Dreierends entschieden sie das Spiel mit 8:2 für sich. Auch das dritte schottische Team blieb siegreich. Gegen die Einheimischen um Skip Marc Pfister gewannen sie in einem umkämpften Spiel mit 5:4. Gar erst im Zusatzend wurde die Partie zwischen Norwegen um Skip Thomas Ulsrud und den amerikanischen Wild-Card-Innehaber um Skip Heath McCormick. Nach einem zu langen Draw des Norwegers gewann die USA mit 7:6. Vierter Sieger der Runde waren die Vizeweltmeister aus Schweden mit Skip Niklas Edin, der eine defensiv geführte Partie gegen die jungen Norweger mit Skip Steffen Walstad 3:1 für sich entschied.

Die Sieger der ersten Runde konnten auch in der zweiten Runde überzeugen. Besonders hervor taten sich dabei die beiden schottischen Teams um die Skips Brewster und Smith. Mit einer früh erarbeiteten Führung im Rücken konnten sie das Spiel dominieren und liessen ihren Gegnern nur in wenigen Momenten eine Chance auf einen Punktgewinn. Der 7:5-Sieg vom Team Smith gegen Schottland 3 war ebenso verdient wie der 5:3-Triumph von Brewster. Etwas mehr Mühe als im ersten Spiel bekundete Schweden um Skip Niklas Edin. Gegen Norwegen mit Skip Ulsrud gaben sie eine Zwei-Stein-Führung preis und mussten ins Zusatzend. Dort misslang Ulsrud sein letzter Versuch, womit das Team Edin vor dem letzten Stein als Sieger feststand. Ein Spiel der verpassten Chancen zwischen den USA und Norwegen 1 entschieden die Amerikaner ebenfalls im Zusatzend für sich. Sie profitierten dabei jedoch auch von einem zu langen Draw der Skandinavier, hätten aber das Spiel bereits nach acht Ends gewinnen müssen, als sie ebenfalls Schwächen in der Draw-Länge zeigten.

Auch die Frauen griffen heute ins Turnier ein. Das spannende Duell zwischen den Schweizer Meisterinnen um Skip Alina Pätz und den kanadischen Gästen um Skip Karla Thompson wurde erst mit dem letzten Stein zu Gunsten der Schweizerinnen entschieden. Nachdem Kanada mit gutem, offensiven Spiel 2:0 und 4:2 in Führung gehen konnte, glich Pätz mit ihren letzten Steinen immer wieder aus. Das 5:4 für die Schweiz im letzten End war schliesslich die Folge eines etwas zu eng gespielten Takeouts von Thompson. Einseitiger waren die anderen Partien. Tschechien, Vierte der EM 2016, ging mit einem 3er-Haus früh in Führung, gab diese zwar wieder preis aber konnte bis zum siebten End wieder auf 7:5 davonziehen. Dies war zugleich dann auch das Endresultat, nachdem Skip Anna Kubeskova im letzten End mit ihrem letzten Stein alle Schweizer Steine aus dem Haus beförderte. Im dritten Spiel kam Schottland um Skip Hannah Fleming zu einem ungefährdeten Sieg. Ein Dreierhaus im sechten End zum 6:2 brachte die Entscheidung. Schliesslich ging das Spiel mit 6:4 aus.

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